Mit der JAL 787 Business von Tokyo nach Delhi …

Tokyo (NRT) – Delhi (DEL)
787 – JAL Business
Deal: BOOKED: 15 Stunden JAL Business um 25000 Meilen
Champagner: Charles Heidsieck
Die volle Tour: Catch me – In zwei Monaten durch Asien und die Schweiz

Irgendwie wollte ich von Bangkok nach Delhi. Mit 25 000 Alaska Meilen und geringen Steuern und Gebühren habe ich mir einen Ausflug nach Tokyo gegönnt. Es ging also mit der JAL Business von Bangkok nach Tokyo (Review), dort hatte ich einen längeren Stopover und bin dann mit der JAL 787 Business von Tokyo nach Delhi weitergeflogen.

In Narita angekommen war ich mal von der langen Schlange beim JAL Business Check-in enttäuscht. Da waren wenige Schalter offen und für den Check-in an einer Basis einer Airline doch eher seltsam. Irgendwann eine halbe Stunde später hatte ich dann meinen Boarding Pass und durfte durch den Fast Track in den Abflugbereich. Für ein Business Produkt fand ich die Vorstellung ein wenig unpassend.

Ich habe mir dann ein paar Lounges angesehen. Die Cathay Pacific Lounge (Review) hat mir irgendwie nicht so gefallen, die JAL Business Sakura Lounge war ganz ok (Review), meine Ruhe habe ich aber in der Qantas Business Lounge im Satelliten Gebäude (Review) gefunden. Die war riesig, menschenleer und hatte eine tolle Aussicht. Da bin ich dann in meiner inneren Mitte geruht ;)

Das Boarding war ein wenig strange. Man hat mal ganz viele Bereiche durch Bänder abgesperrt. Dort durfte man nicht stehen, wo man gewartet hat, sondern musste woanders hingehen und warten. Da haben Mitarbeiter ein wenig Zwänge ausgelebt. Ich mache das alles mit, aber es ist schon strange, wenn man gebeten wird, sich ca. 10 cm woanders hinzustellen. Auch Ordnungsfetischisten werden in Japan noch belehrt ;)

JAL trennt interessanterweise ihre Statuskunden nochmals von den Business Kunden. Da ist das Boarding vorher. Meine Naivität hat mich aber auch ohne JAL Status als ersten Passagier ins Flugzeug gebracht.

Die JAL 787 Business ist irgendwie witzig. Es gibt nämlich zwei Varianten. Einmal bietet man 787 mit Apex Suiten, dann wieder 787 mit der Sky Suite III, also mit einer Reverse Herringbone Business. Reverse Herringbone hört sich super an, aber hier in diesem Fall ist es eine geschrumpfte Variante. Selten nehme ich auf das Bezug, aber da hätten Passagiere mit größeren Ausmaßen wahrscheinlich bald Schwierigkeiten. Das ist in einer Business eher ungewöhnlich.

Die Kabine war absolut makellos sauber. Der Business Sitz hat gut ausgesehen. Decke, Noise-cancelling Kopfhörer und Hausschuhe haben schon gewartet. Pre-departure Drink gab es nicht. Dafür hat man einen reduzierten Amenity Kit ausgeteilt.

Insgesamt hat die Mannschaft einen super netten freundlichen Eindruck gemacht. Bei meinem Hinflug war ich sehr enttäuscht. Da war man als nicht-japanischer Passagier ein 2nd-Class-Citizen. Hier haben ältere Damen einen sehr eleganten und höflichen Eindruck rüber gebracht. Die waren sehr umsichtig, hatten gute Umgangsformen und das erwartet man eigentlich.

Die Maschine hat sich dann gefüllt. Die Business blieb interessanterweise extrem leer. Irgendwann ging es schließlich auch nach Delhi.

Für das Mittagessen habe ich das japanische Dinner bestellt. Das war von der Qualität ganz gut. Da kann man sich durch japanische kulinarische Ideen kosten. Natürlich wurde es neben Champagner auch der Signature Drink Kiwi Saft. Der ist so chemisch, der muss es immer sein ;)

Beim In-flight Entertainment tut man sich außerhalb der japanischen Sprache ein wenig schwer. Da haben sie nicht wirklich viel mit. Haben andere Airlines z. B. ganze Staffeln geladen, gab es da immer nur eine Folge. Ich bin bei Entertainment nicht sehr kritisch. Ich besitze keinen Fernseher und bin jedesmal im Flugzeug erneut fasziniert. Hier konnte ich mir jedoch echt wenig finden.

Vor der Landung in Delhi habe ich mir natürlich noch den Snack kommen lassen. Das Nudelgericht war nicht wirklich außergewöhnlich. Es waren eigentlich Teigwaren mit Pfeffergeschmack. Muss man nicht wirklich gegessen haben. Der Hunger brächte es runter, aber ich war nicht hungrig.

JAL Business mit ihren Langstrecken Produkten kann man sicher machen. Eine Spur mehr Großzügigkeit beim Catering, Amenity Kit und Entertainment wären wahrscheinlich kein Fehler. JAL ist nicht perfekt, aber ganz ok bis gut. Schulnote würde ich eine 2- geben.